Gefäßchirugie

Minimal invasive Laser-/Radiowellenbehandlung

Was sind Krampfadern?

Durch die Venen wird in unserem Körper das Blut zurück zum Herzen transportiert. Durch die Schwerkraft würde das Blut in unseren Venen immer nach unten fließen. Um dies zu verhindern, haben die Venen Klappen. Wenn diese Venenklappen nicht mehr dicht schließen, staut sich Blut in unseren Venen. Mit der Zeit führt der Druck des Blutstaus zu einer Vergrößerung der Venen. Die vergrößerten Venen sind von außen als Krampfadern oder Varizen erkennbar.

Wie können Krampfadern entstehen?

Zum Beispiel durch:

  • Vererbung
  • Schwangerschaft
  • Berufe, bei denen längeres Stehen oder Sitzen erforderlich ist
  • Übergewicht
  • Mangelnde Bewegung
  • Fortgeschrittenes Alter

Was sind die Symptome?

Die Beine können sich schwer und müde anfühlen, auch ein brennendes Gefühl kann auftreten. Besonders am Abend oder nach längerem Stehen oder Sitzen treten die Symptome verstärkt auf. Erhebliche Schmerzen können die Folge sein. Deshalb erfordern nicht nur kosmetische Beweggründe eine Behandlung von Krampfadern. In schwerwiegenden Fällen können Krampfadern zu Hautveränderungen führen. In weiterer Folge können Ekzeme und "offene Beine" entstehen.


Operative Behandlung von Krampfadern

Das herkömmliche, seit Jahrzehnten bewährte operative Standardverfahren ist nach wie vor die Crossektomie mit Stripping der Stammvene. Dabei wird in Leiste oder Kniekehle ein ca 3 cm langer Hautschnitt gesetzt, der dann auch genäht werden muß und zumindest eine kleine Narbe hinterläßt. Durch das Ziehen (=Strippen) der Stammvene bildet sich nach der Operation ein mehr oder weniger großer Bluterguß im Gewebe, der Schmerzen verursachen kann. Die Komplikationsmöglichkeiten bei diesem Verfahren sind gering, allerdings häufiger als bei der endoluminalen Laser-/Radiowellentherapie. Dieses neue, komplikationsarme und sehr schonende Verfahren wird üblicherweise von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt. Allerdings ist es uns gelungen, mit einigen Kassen, hier bevorzugt Betriebskrankenkassen, Sondervereinbarungen speziell  für die Behandlung in unserer Praxis zu treffen, sodaß wir die ambulante Laser-/Radiowellenoperation abrechnen können und unseren Patienten keine Kosten entstehen.

Wenn die Stammvenen der Beine intakte Venenklappen haben und nur Seitenäste varicös verändert sind, ist oft eine „Mini-Phlebektomie“ ausreichend. Dabei werden die sichtbaren oberflächlichen Krampfadern über winzige Hautinzisionen mit mikrochirurgischen Spezialinstrumenten entfernt. Die kleinen Hautschnitte werden nur mit Klammerpflaster verschlossen, sodaß keine sichtbaren Narben zurückbleiben.

Für alle genannten operativen Verfahren gilt, daß sie ambulant durchgeführt werden können, d.h. man kann kurze Zeit nach der Operation nachhause gehen. Die Eingriffe können in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung (Tumeszenz-Anästhesie) mit oder ohne leichten Schlaf durchgeführt werden. Man kann und soll sich danach viel bewegen, nach weniger ausgedehnten Eingriffen ist man - je nach Art der Beschäftigung - oft am nächsten Tag wieder arbeitsfähig.

Die Nachbehandlung besteht generell im Tragen eines Kompressionsstrumpfes für 2 - 4 Wochen während des Tages sowie ausreichend dosierter Bewegung. Bei Risikopatienten kann eine Blutverdünnung durch eine tägliche Spritze unter die Haut nötig sein (Heparinprophylaxe), um einer Thrombose vorzubeugen.